Mhm... Wer hat denn das gekocht? Rezeptinspiration

Mhm.... Wer hat denn das gekocht?

Leckeres Essen, das gut aussieht und zudem gesund ist – gibt es nicht? Doch! Und hier auf gesundheiternährung.de können Sie erfahren, wie es geht und was gesunde Ernährung überhaupt bedeutet.

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Gesunder Speiseplan für Senioren

von Sandra, 22. Dezember 2011, 2:03 PM Uhr , Kategorien: Mangelerscheinungen

Alte Menschen werden meist von Appetitlosigkeit geplagt, essen und trinken zu wenig. Der Körper ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgetrocknet, viele Senioren – vor allem in Altenheimen – leiden deswegen an Untergewicht. Alte Menschen essen zu wenig und oft auch zu ungesund. Dabei birgt Mangelernährung vor allem im Alter gefährliche gesundheitliche Risiken.

Eiweiß, Vitamine und Co.

Eiweißmangel zum Beispiel verringert die Knochendichte, dadurch steigt das Sturzrisiko und das wiederum führt vermehrt zu Knochenbrüchen oder ernsten Erkrankungen wie Osteoporose. Auch die mentale Leistungsfähigkeit nimmt durch eine andauernde Fehlernährung drastisch ab, Stichwort “Verkalkung”. Ein weiteres Risiko einer mangelhaften Ernährung ist, dass sich pflegebedürftige, bettlägerige Menschen schneller wundliegen und – damit beginnt der Teufelskreis – auch die Wundheilung wird durch beeinträchtigt, wenn dem Körper wichtige Nährstoffe und Vitamine fehlen. Besonders Altenheime bzw. Altenpfleger haben täglich mit diesem Problem zu kämpfen. Die Mahlzeiten alter Menschen müssen also besonders ausgewogen und gesund sein. Getreideprodukte, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Milchprodukte sollten unbedingt auf dem täglichen Speiseplan stehen. Dass alte Menschen weniger essen und trinken hat vor allem biologische Ursachen: Kann das Gehirn erst mal Gefühle wie Hunger und Durst nicht mehr richtig interpretieren, setzt logischerweise auch der Appetit aus. Die Funktionstüchtigkeit der Magen- und Darmenzyme nimmt im Alter zunehmend ab – kein Wunder, dass alte Menschen keinen richtigen Hunger bzw. Appetit mehr verspüren. Der Geschmacks- und Geruchssinn nimmt im Alter ab, auch das wirkt sich natürlich negativ auf den Appetit aus. Hinzu kommt, dass der Spaß am Essen durch schlecht sitzende oder wackelnde Prothesen getrübt wird, Kau- und Schluckbeschwerden können jede Mahlzeit zur Tortur machen.

Mangelernährung in vielen Altenheimen traurige Realität

Aber abgesehen von den biologischen bzw. physischen Ursachen, die sich negativ auf eine ausreichende und vor allem gesunde Ernährung alter Menschen auswirken, spielen auch soziale Faktoren für das individuelle Essverhalten eine wichtige Rolle. Viele Senioren leben zuhause oft einsam und mit wenigen sozialen Kontakten. Dass Essen in Gesellschaft mehr Spaß macht, ist ja hinlänglich bekannt. Einsamkeit verdirbt den Appetit, klar. Aber auch in Senioren- oder Pflegeheimen kommt der kulinarische Genuss oft zu kurz. Denn auch die großen, sterilen Speisesäle erinnern eher an eine Krankenhauskantine, dem Essen aus vielen hauseigenen Großküchen mangelt es oft an den nötigen Vitaminen und Nährstoffen. Leider ist Mangel- oder Unterernährung in deutschen Altenheimen keine Seltenheit – ganz im Gegenteil: Wie eine Studie ergeben hat, ist jeder vierte Bewohner von 65 untersuchten Altenheimen mangelernährt! Hier sollte noch erwähnt werden, dass Dreiviertel der befragten Senioren schwer pflegebedürftig sind, über die Hälfte unter Demenz leidet. Die Betroffenen sind also auf die Hilfe der Ärzte und Pfleger angewiesen, da sie sich selbst nicht mehr gesund ernähren können, bzw. über ihre Ernährung selbst bestimmen können. Das Ergebnis der Studie ist umso erschreckender angesichts der Tatsache, dass es in vielen Alten- und Pflegeheimen an qualifizierten Fachkräften fehlt.

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